Almosen – Pilgern – Heiligenverehrung – Ablass
Auf der Suche nach einer offenen Tür zu Gott gehen die Menschen des Mittelalters unterschiedliche Wege, die ein gemeinsames Ziel haben: Die ihnen auf den Bildern des Gerichts und dem Gerichtsengel mit der Waagschale vorgelegte Zukunft möglichst bereits im Diesseits so zu gestalten, dass im Jenseits die Waagschale zu ihren Gunsten ausfallen wird. Eine existentielle Frage war: „Was kann ich in die Waagschale werfen, um im Gericht zu bestehen?“ Die Möglichkeiten dafür reichten vom Almosen geben über Pilgern, Heiligen- und Reliquienverehrung und den damit verbundenenen Devotionalien bis hin zum Ablass, erworben durch den Vollzug bestimmter religiöser Praktiken und/oder durch Geldzahlung. Im Zentrum all dieser religiösen Handlungen und Gebräuche steht ein Gottesbild, das ähnlich wie ein Zahlmeister oder Bankier Ausgaben und Guthaben verbucht. Mit diesem Gottesbild setzen sich Ihre Schüler in dieser Unterrichtseinheit auseinander. Methodisch-didaktische Kommentare, Unterrichtsideen und Kopiervorlagen runden das Angebot optimal ab